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Bereits vor offiziellem Sommerbeginn war es dieses Jahre schon oft sehr warm. Was eine typische Begleiterscheinung der Sommermonate ist, soll aber nicht vom Radfahren abhalten. Denn neben einer Abkühlung im Freibad gibt es noch viele andere kühlende Tricks und Hilfsmittel, mit denen Radfahren auch im Sommer ein uneingeschränkter Genuss ist!

Die Tageszeit

Die beste Möglichkeit, der Hitze zu entkommen, ist, das Radfahren auf die Morgenstunden zu verlegen. Vor allem bei Sportlern ist das die beste Möglichkeit, um vor der Mittagshitze zu trainieren und leistungsfähig zu bleiben. Die Sonne hat zwischen 12.00 und 14.00 Uhr ihren Höchststand erreicht, dann ist auch die UV-Strahlung am stärksten. In der Früh nach Sonnenaufgang ist der Winkel der Sonne noch zu spitz, weshalb das die beste Zeit für eine Ausfahrt ist. Am frühen Abend gegen 18.00 Uhr kann es noch immer sehr warm sein. Abkühlung kommt erst ab etwa 20.00 Uhr.

Flüssigkeitsaufnahme

Es wurde schon 1000 Mal gepredigt, aber vor allem im Sommer ist die Flüssigkeitszufuhr essentiell. Durch den Verlust von Schweiß werden Mineralien mitausgeschwemmt, die du ersetzen musst. Trinke daher schon in den Morgenstunden ausreichend Flüssigkeit (achte auf einen guten Elektrolytgehalt). Schon mal von Wasservergiftung gehört? Die sogenannte Hyperhydration tritt auf, wenn Verluste von Salzen durch salzarme Flüssigkeiten ausgeglichen werden. Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sind die Folge. Daher Wasser am besten immer mit Maltodextrin und Salz mischen, damit das nicht passieren kann.

Achtung bei Alkoholkonsum: Das kühle Blonde im Sommer steigert den Harndrang im Körper, wodurch mehr Flüssigkeit ausgeschieden wird. Daher sollte zusätzlich zum Alkohol immer mit Wasser ausgeglichen werden.

Sonnenschutz

Auch wenn der Fahrtwind kühlend wirken kann, strahlt die Sonne trotzdem. Nacken und Waden sind im Sommer sehr stark der Sonne ausgesetzt. Verwende an diesen Stellen einen guten Sonnenschutz, am besten mit Zink. Dadurch werden die Sonnenstrahlen abgeblockt und du bist gut geschützt. Achte beim Helm auf eine gute Belüftung, um hier nicht zu überhitzen. Auch die Kleidung sollte im Sommer hell und vor allem nicht zu dick sein. Auf die Sonnenbrille mit UV-Filter nicht vergessen.

Sonnenstich – was tun?

Bei Temperaturen über 30 Grad steigt nicht nur die Ozonbelastung, sondern auch die Gefahr eines Sonnenstichs ist erhöht. Vor allem zu viel Sonne am Kopf und im Nacken kann eine Entzündungsreaktion des Gehirns und der Hirnhaut auslösen. Kopfschmerzen, Unruhe und ein roter Kopf können Anzeichen sein. In diesem Fall solltest du sofort aus der direkten Sonne gehen und den Kopf mit einem kalten Tuch abkühlen. Auch eine leichte kalte Dusche kann helfen, die Körpertemperatur zu senken. Flüssigkeitszufuhr ist essentiell, im Zweifelsfall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Pulsfrequenz und Hitze

Im Sommer kann der Puls um einige Schläge höher sein als bei kühlen Temperaturen. Der Grund dafür ist, dass durch die Hitzeregulation im Körper das Herz vermehrt Arbeit leisten muss. Durch das Schwitzen sinkt das Blutvolumen und das Blut wird dicker. Die Folge ist eine erhöhte Herzfrequenz. Auch hier heißt es wieder den Körper abzukühlen und viel zu trinken. Von hochintensivem Training ist in diesem Fall abzuraten.

Tipps für den Sommer

🚲  Sportler fahren schon in der Früh los, um der ärgsten Hitze zu entkommen

🚲  Eine kalte Dusche in der Früh senkt die Körpertemperatur und beugt der Hitze vor

🚲  Abkühlung während der Ausfahrt (Wasser in den Nacken und über den Kopf) hilft, Überhitzung zu vermeiden

🚲  Ist eine Ausfahrt zur Mittagszeit unumgänglich, dann sollten vermehrt Pausen im Schatten eingelegt werden und Elektrolytgetränke konsumiert werden

🚲  Vermeide zu üppiges und schwerverdauliches Essen bei Hitze, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten

🚲  Vor allem älteren und nicht so gut trainierten Personen macht die Hitze zu schaffen. Achtet daher beim Fahren in Gruppen immer auf den Schwächsten und nehmt Tempo heraus

🚲  Der angenehme Fahrtwind täuscht und verhindert nicht den Verlust von Mineralien durch Schweiß – deshalb trinken, trinken, trinken!

Hast du noch weitere Tipps, wie man am besten mit der Sommerhitze umgeht? ☀️

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Andreas Streif

Andreas Streif

Andreas Streif ist im Bereich Creative Marketing tätig und betreibt die Firma www.myrunningcoach.at. Als Sportwissenschaftler, mehrfacher Ironman und Marathonläufer gibt er sein Wissen als Experte im Blog www.myrunningcoach.at/blog weiter und trainiert zahlreiche Athleten.
Andreas Streif