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So mancher Nichtradfahrer schüttelt sicherlich den Kopf, wenn er die glattrasierten Beine vieler Radfahrer sieht. Jetzt, wo bald die neue Saison beginnt und die kurzen Hosen stramme Waden zum Vorschein bringen, ist auch das Thema Beinrasur wieder aktuell. Doch ist es Eitelkeit oder hat es auch einen sinnvollen Nutzen? Glatt und schnell? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Es gehört einfach dazu!

Sieht man sich die Beine der Profisportler bei diversen Radklassikern an, so ist wohl keiner mit behaarten Beinen zu sehen. Auch bei Triathlons sind gefühlte 99% der Männerbeine glattrasiert. Im Trainingslager ist es auch ein beliebtes Thema unter Zimmerkollegen. Somit könnte man in erster Linie behaupten, dass die Beinrasur bei Männern vor allem durch Gruppenzwang – „die Profis machen es ja auch“ – zustande kommt!

Der wahre Grund…

… ist nicht die Aerodynamik. Es ist zwar belegt, dass man durch glatte Beine schneller ist, allerdings ist dieser Unterschied bei Hobbysportlern vernachlässigbar.

Was aber sehr wohl einen Hauptgrund bei Sportlern darstellt, ist die bessere Wundheilung nach Verletzungen. Bei Stürzen kannst du dir durch verschmutze Haare sehr schnell eine Infektion holen – keine eingewachsenen Haare sorgen für raschere Wundheilung und auch Pflaster haften besser auf glatter Haut.

Muss ich meine Beine wirklich rasieren?

Ein Argument dagegen wäre, dass die Haare auf deinen Beinen ein bisschen Schutz vor der Sonne bieten. Allerdings lässt sich die Sonnencreme sicher auch leichter auf unbehaarten Beine auftragen. Bist du der absolute Retro-Biker, dann lass den Pelz dran! Einen reellen Nutzen hat es allerdings für Hobbysportler nicht wirklich. Aber als „richtiger Radfahrer“ ist es schon eine Überlegung wert. Ob es nun der Damenwelt gefällt, sei dahingestellt. 😉

Tipps für deine Beinrasur

☛ Soll es schnell gehen, verwende einen Haarschneider. Dein Bein ist zwar nicht super glatt, aber für die Optik reicht es allemal.

☛ Willst du es richtig glatt, dann am besten mit Rasierschaum oder Gel und unter der Dusche, dann geht auch wirklich alles ab.

☛ Achte auf saubere Klingen und verwende nicht zu heißes Wasser.

☛ Vor der Rasur solltest du die Haut reinigen. Die Haut ist dadurch weicher und die Gefahr für Entzündungen geringer.

☛ Die Rasur sollte immer gegen den Strich erfolgen. Sprich von unten nach oben. Dann erwischt du auch wirklich alle Haare.

☛ Lass dir bei deiner Rasur Zeit und spanne auch die Muskeln nicht zu sehr an. Nach der Rasur mit kaltem Wasser abspülen, damit die Poren wieder geschlossen werden.

☛ Die Feuchtigkeitscreme nach dem Rasieren sollte frei von Alkohol, Parfüm und anderen reizenden Stoffen sein. Am besten eignet sich eine Creme auf Naturbasis.

Alternativen

☛ Enthaarungscreme

Vorteil: schmerzfrei

Nachteil: nicht für empfindliche Haut geeignet, hautreizend bei zu langem Einziehen

 

☛ Wachs

Vorteil: gründliche Haarentfernung und lang anhaltend

Nachteil: Schmerzen, zeitaufwändig und für Anfänger ungeeignet

 

☛ Epiliergerät

Vorteil: schnell und gründlich

Nachteil: Schmerzen, nicht für empfindliche Haut geeignet

 

☛ Laser

Vorteil: schmerzfrei, dauerhaft

Nachteil: hohe Kosten, teilweise nicht gründlich und vereinzelt wachsen Haare nach

 

Was hältst du von rasierten Radlerwaden? 💪

Hinterlasse uns einen Kommentar! 🚴

 

Andreas Streif

Andreas Streif

Andreas Streif ist im Bereich Creative Marketing tätig und betreibt die Firma www.myrunningcoach.at. Als Sportwissenschaftler, mehrfacher Ironman und Marathonläufer gibt er sein Wissen als Experte im Blog www.myrunningcoach.at/blog weiter und trainiert zahlreiche Athleten.
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