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Wenn du dein geliebtes Rad im Urlaub oder im Trainingslager nicht zu Hause lassen willst, solltest du es richtig einpacken. Das eigene Rad auf längere Reisen mitzunehmen, ist durchaus mit Aufwand verbunden. Allerdings kannst du dann auch im Urlaub auf das gewohnte Setting auf deinem Fahrrad zurückgreifen und das Kilometersammeln in einem anderen Land macht so umso mehr Spaß. 🌴

Radkoffer oder Karton

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Fahrrad transportfähig einzupacken. Die teuerste Wahl ist dabei der Radkoffer. In unterschiedlichen Versionen, mit Hartschale oder weichem Softcase, sowie mit vielen Extras ausgestattet, bietet der Radkoffer maximalen Komfort. Preislich beginnen diese bei etwa 200€ und können bis über 500€ kosten. Die besseren Versionen haben ein gut durchdachtes Innenleben und sind so organisiert, dass die einzelnen Teile sicher und platzsparend verstaut werden können.

Die zweite und günstigere Variante ist das Verpacken im Karton. Im Idealfall bekommt man diesen beim Fahrradhändler. Ohne Innenleben ausgestattet, allerdings sehr kostengünstig, ist das eine Möglichkeit, das Rad ebenso sicher zu verpacken wie im teuren Koffer. Aber Achtung, zusätzlich muss das Rad stoß- und kratzfest geschützt werden. Das Einpacken in den Radkarton erfordert außerdem ein wenig Geschicklichkeit.

Die Vorbereitung und Demontage

Als erster Schritt werden die Pedale abmontiert und verpackt. Danach wird der Sattel geöffnet und entweder ganz nach unten in das Sattelrohr geschoben oder herausgenommen. Anschließend geht es zur Demontage der Laufräder. Öffne, wenn möglich, die Bremsen und danach die Schnellspanner, um die Laufräder abzunehmen. Als letzten Schritt demontiere den Lenker am Vorbau, damit er nur mehr über die Kabelzüge mit dem Rad verbunden ist. Mit Rohrisolierungen aus Schaumstoff (bekommst du günstig beim Baumarkt) kannst du Ober- und Unterrohr schützen. Überklebe die Kurbel am besten mit weichem Schaumstoff, damit hier nichts beschädigt wird.

Tipp: Verpacke Kleinteile am besten gleich von Anfang an in kleine Plastiksäcke, damit diese im Koffer oder Karton wieder leichter aufzufinden sind. Beschrifte die Säcke mit der richtigen Bezeichnung (vorne/hinten).

Das Einpacken

Ist erst einmal das Rad demontiert, so kannst du es entweder in den Koffer (hier ist meistens der Koffer so gebaut, dass die Teile gut hinein passen) oder in den Karton einpacken. In beiden Fällen ist darauf zu achten, dass nicht kläppert und lose ist. Das Kann den Rahmen und andere Teile beschädigen. Im Bedarfsfall klebe die Teile mit rückstandsfreiem Klebeband aneinander. Achte auf genügend Füllmaterial im Karton, damit das Rad keinen Spielraum mehr hat. Auch die Laufräder sollten gut geschützt und ohne Gewalt im Karton untergebracht werden.

Tipp: Verwende zB ein Tapezierband. Das kannst du beim Auspacken wieder leichter vom Rahmen lösen und es bleiben keine Rückstände.

Am Flughafen

Für Räder gibt es am Flughafen eigene Schalter, bei denen diese aufgegeben werden. Die Zusatztickets für das Rad müssen schon vorab bei der Airline gekauft werden. Die Preise hierfür variieren sehr stark, beginnen teilweise aber schon bei etwa 40€. Beschrifte den Radkoffer sehr gut und achte auf die Sonderauflagen der einzelnen Airlines. Bei manchen Fluglinien musst du z.B. die Luft aus den Laufrädern lassen. Manche Flughäfen bieten auch Kartons an, die vor Ort für den Fahrradtransport erworben werden können.

Achtung: Es gibt auch bei der Radmitnahme Gewichtsobergrenzen, die bei Carbonrädern aber kaum überschritten werden. Wenn du genug Platz im Fahrradkoffer hast,  kannst du darin auch gleich deine Radschuhe, Helm und Radgewand unterbringen.

Was sonst noch zu beachten ist

🚲 Vergiss nicht, auch das richtige Werkzeug einzupacken, das du für den Zusammenbau benötigst.

🚲 Die Radpumpe und Reservereifen sollen auch immer mitgenommen werden.

🚲 Meist genügt es auch, wenn der Lenker nur quergestellt wird und nicht extra abgenommen wird.

🚲 Mit einer fusselfreien Decke kannst du das Rad im Karton extra schützen.

🚲 Schließe für alle Fälle eine Fahrradversicherung ab, die auch Transportschäden abdeckt.

🚲 Erkundige dich schon vor Flugbuchung, ob bei der gewählten Airline eine Fahrradmitnahme überhaupt möglich ist.

Bist du schon mit dem Rad um die Welt gereist? 🌎✈️

Lass es uns in den Kommentaren wissen! 😍

 

Andreas Streif

Andreas Streif

Andreas Streif ist im Bereich Creative Marketing tätig und betreibt die Firma www.myrunningcoach.at. Als Sportwissenschaftler, mehrfacher Ironman und Marathonläufer gibt er sein Wissen als Experte im Blog www.myrunningcoach.at/blog weiter und trainiert zahlreiche Athleten.
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