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Gerade wenn es schneit, kann Radfahren (entgegen der weit verbreiteten Meinung) unglaublich viel Spaß machen, insbesondere, wenn man durch fallende, auf dem Gesicht landende Schneeflocken erfrischt wird. Damit man dabei aber nicht einfriert, gibt es einige Tipps und Tricks für das Radfahren im Schnee.

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung

Da der Körper beim Radfahren auf Touren gebracht wird, ist es zwar wichtig, sich warm anzuziehen, aber nicht so warm, dass man nach kurzer Zeit in Schweiß ausbricht. Am besten ist es, mehrere dünne Schichten übereinander anzuziehen („Zwiebelprinzip“), die man bei Bedarf ausziehen kann. Hilfreich sind zum Beispiel atmungsaktive Funktionswäsche und eine wind- und wasserfeste Jacke. Beheizte Jacken sind, sobald man in Fahrt gekommen ist, oft zu warm. Außerdem ist es wichtig, Hände, Füße und Kopf warm zu halten. Natürlich darf auch bei kaltem Wetter ein Helm nicht fehlen, unter dem man eine Unterziehhaube tragen kann. Alternativ verwenden manche Radfahrer im Winter einfach einen Schihelm, der wärmer als ein Radhelm ist. Bei hohen Fahrgeschwindigkeiten an sehr kalten Tagen kann auch die Schibrille getragen werden.

Tipp: Nimm warme Getränke wie Tee oder Kaffee in einer Thermoskanne mit, um dich bei Bedarf von innen aufzuwärmen.

Die Fahrweise den Bedingungen anpassen

Bei eingeschneiter Fahrbahn kann man etwas Luft aus den Reifen lassen, um besseren Grip auf der Straße zu bekommen. Kurven sollten besonders langsam durchfahren werden, und die Bremse sollte mit Bedacht betätigt werden, da man sonst vor allem bei Rollsplitt auf der Fahrbahn leicht wegrutschen kann – besser ist es, die Hinterbremse zu verwenden und in der Mitte der Fahrbahn zu fahren. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich Reifen mit Spikes besorgen, die mehr Halt geben. Wichtig ist auch, dass die Bremszüge gut eingefettet sind, damit sie auch bei kalten Temperaturen gut greifen. Zu guter Letzt solltest du sicherstellen, dass du von anderen gut gesehen wirst – Lichter und Reflektoren am Rad und auf deiner Kleidung sind deshalb insbesondere im Winter ein Muss!

Tipp: Um dein Fahrradschloss vor dem Einfrieren zu bewahren, kannst du es mit Teflonspray einsprühen.

Das Rad pflegen

Das Fahren auf feuchten oder versalzenen Straßen tut den Metallteilen deines Rads nicht gut, sodass es wichtig ist, das Rad regelmäßig zu putzen und von Salz zu befreien. E-Bike-Fahrer müssen bei der Radpflege auch auf ihren Akku achten, und können dessen Lebenszeit verlängern, in dem sie ihn im Winter mit einer Neoprenhülle vor der Kälte schützen. Auch die Kette braucht im Winter viel Liebe und sollte regelmäßig, am besten täglich, eingeölt werden. Das Rad sollte am besten in einem trockenen Raum abgestellt werden, wenn ein solcher aber nicht zur Verfügung steht, sind überdachte Abstellplätze aber auch geeignet. Es gilt: Je weniger das Rad Feuchtigkeit und Schmutz ausgesetzt ist, desto geringer ist auch der Pflegeaufwand.

 

Hast du weitere Tipps für das Radfahren im Schnee? ❄️🚴🏻

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Hannah Jachim

Hannah Jachim

Hannah ist begeisterte City-Bikerin und Geographiestudentin. Sie genießt es, bei der Recherche von neuen Radregionen und Themen für den Blog immer wieder etwas Neues zu lernen.
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