5 praktische Gadgets für Radfahrer

5 praktische Gadgets für Radfahrer

Endlich ist er da: der Sommer. Damit ihr die Sonnenstrahlen und das perfekte Wetter optimal auf euren Fahrrädern genießen könnt, haben wir für euch eine Liste an Gadgets für Radfahrer zusammengestellt, die für mehr Sicherheit sorgen sollen und zudem praktisch sind.
Blinker fürs Fahrrad (© Shutterstock)

Blinker fürs Fahrrad

Den Anfang machen Blinker fürs Fahrrad – richtig gelesen: wie ein Auto soll man auch mit dem Rad beim Abbiegen blicken können. Will man während einer Fahrrad-Fahrt abbiegen, muss man den Arm ausstrecken, um anderen sein Vorhaben zu signalisieren. Vor allem abends und bei schlechtem Licht wird das Armausstrecken aber oft von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen. Mit dem WingLights Fixed Blinker für das Fahrrad soll sich genau das jedoch ändern. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, entweder fix an die Lenkstange montiert oder flexibel montierbar mit Hilfe eines Magneten. Betätigt wird der Blinker ganz einfach per Antippen. Anfangs wahrscheinlich ungewohnt, soll mit den Winglights die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit von Radfahrern ganz einfach erhöht werden.

Preis: ab €29,99

Ein Radar fürs Fahrrad

Aus bis zu 140 Metern Distanz soll das Garmin Varia Radar, das weltweit erste Radarsystem für Fahrräder, davor warnen, wenn sich ein Fahrzeug von hinten nähert. Wenn ein Fahrzeug näher kommt, dann steigert das Radar-Rücklicht seine Intensität, so dass das Fahrrad im Straßenverkehr sichtbar wird. Durch die integrierte Abstandsmessung soll das Gerät die Sicherheit für den Radfahrer erhöhen. Nicht nur der Fahrer hinter dem Rad, sondern auch der Radfahrer selbst wird durch ein Display gewarnt. Beiden Verkehrsteilnehmern wird somit rechtzeig signalisiert, dass sich ein anderer direkt vor bzw. hinter ihm befindet, womit die Sichtbarkeit von beiden erhöht und die Sicherheit gesteigert wird. Immerhin sind Auffahrunfälle eine der häufigsten Unfallursachen bei Fahrradfahrern, am häufigsten passieren Unfälle weil Radfahrer im Verkehr übersehen werden. In dieser Hinsicht kann das Garmin Varia Radar für Abhilfe sorgen. Der Nachteil des Systems ist allerdings der relativ hohe Preis.

Preise: €299,00 (Radar + Anzeige) bzw. €199,00 (nur Radar)

Leuchtsprays für mehr Sicherheit

Ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen sollen Leuchtsprays, denn vor allem nachts wird man häufig von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen. Leuchtsprays, die bei Dunkelheit für mehr Sichtbarkeit sorgen, sind daher streng genommen nicht nur für Radfahrer, sondern auch für alle anderen, die häufig nachts unterwegs sind, geeignet. Der Hersteller Albedo stellt Sprays her, die für mehr Sicherheit sorgen sollen. Die Inhaltsstoffe der Sprays sind kleine, reflektierende Mikrokugeln, transparenter Kleber und eine Mischung aus Propan- und Butan-Gas. Für Mensch und Umwelt sind die Inhaltsstoffe völlig unschädlich. Man kann damit die Kleidung einsprühen, aber auch Fahrradhelme oder das gesamte Fahrrad lassen sich mit dem Spray besprühen.

Preis: $18,99 + Versand

© Shutterstock

Intelligente Fahrradschlösser

Fahrräder sind ein beliebtes Diebesgut, umso wichtiger, dass man ein verlässliches Fahrradschloss hat, mit dem man einen Dieb erfolgreich davon abhält, ein Fahrrad zu stehlen. Sichere Schlösser gibt es mittlerweile viele – jedoch nervt das ständige Suchen nach dem Schüssel oder der extra komplizierte Code, den man immer wieder eingeben muss, um das Schloss zu entsperren. Deswegen gibt es bereits zahlreiche Fahrradschlösser, die ganz ohne Schlüssel oder Code auskommen. Wie das funktioniert? Bei den verschiedenen Anbietern gibt es zwar Unterschiede, meist erfolgt das Versperren und Aufsperren jedoch per App.

    • Eines der Schlösser, das per App funktioniert, ist das BitLock. Das Bügelschloss aus 12-Millimeter-Vergütungsstahl funktioniert via Bluetooth und der BitLock-App. Das Schloss registriert auf eine Entfernung von etwa 1,5 Metern seinen Besitzer und durch einen leichten Druck auf die Schließtaste öffnet es sich. Falls der Akku des Smartphones leer ist, kann man das Schloss auch mit einem Code öffnen.
    • Ähnliche Schlösser gibt es auch von den Herstellern I LOCK IT und Lattis, der das Schloss Ellipse anbietet. Je nach Ausführung bieten die Schlösser auch einen zusätzlichen Schutz vor Diebstahl, beispielsweise durch einen Alarm, der losgeht, sobald jemand das Fahrrad hochhebt oder Benachrichtigungen, die an Freunde verschickt werden, wenn die Bewegungssensoren einen schweren Unfall registrieren.

Preise: Bitlock $129; Ellipse: $199; I lock it: €99 (jeweils zuzüglich Versand)

Handyhalterungen fürs Fahrrad (© Shutterstock)

Handyhalterungen

Wenn man stundenlang mit dem Fahrrad unterwegs ist und gleichzeitig das Navi am Handy – zum Beispiel Bikemap – benützt, kennt die Probleme: a) man braucht eine Halterung, in der man das Handy verlässlich befestigen kann und b) neigt sich irgendwann auch der beste Akku dem Ende zu.

  • Für ersteres gibt es beispielsweise das QuadLock Bike, das sich bei Tests als besonders stabil und verlässlich erwiesen hat. Bei Regen kann man eine Schutzhülle verwenden, die das Handy schützt. Um den Akku während einer Fahrt aufzuladen, gibt es Adapter, mit denen sich der Akku durch die eigene Muskelkraft aufladen lässt. Das Ladekabel des Handys wird dabei an den Dynamo des Fahrrads angeschlossen. Vor allem wenn man längere Zeit Outdoor mit Rad und Handy unterwegs ist, ist diese Variante besonders empfehlenswert und praktischer als beispielsweise Powerbanks, denn man ist völlig unabhängig von Stromquellen.
  • Es gibt außerdem bereits Ausführungen, bei denen zusätzlich ein Scheinwerfer integriert ist. Eine einfache und preiswerte Variante eines Dynamos und Adapters gibt es zum Beispiel von Revolt Power.

Preise: QuadLock Bike: ab €39,95; Revolt Power: ab €29,90

Was sind eure Favoriten?

Fahrradfahren ist immer mehr en vogue – was dazu führt, dass immer mehr Gadgets für Fahrräder auf den Markt kommen. Nicht alle sind unbedingt notwendig oder sinnvoll, einige erhöhen aber die Sicherheit von Radfahrern und sind damit zumindest eine Überlegung wert, ob man sie sich nicht doch anschaffen sollte. Was sind für euch unverzichtbare Gadgets, ohne die ihr keinen Radausflug mehr macht? Hinterlasse uns ein Kommentar!

Top ausgerüstet für die nächste Fahrrad-Tour?

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Das Für und Wider der Freigabe von Forststraßen

Das Für und Wider der Freigabe von Forststraßen

Etwa 100 Radfahrer haben sich Anfang Mai vor dem österreichischen Parlament versammelt, um für eine Öffnung der Forststraßen zu demonstrieren. In den Nachbarländern ist eine Freigabe für Radfahrer längst Realität. Warum nicht auch in Österreich?

Mountainbiker fordern die Freigabe von Forststraßen

Anlass für die Diskussion, die schon seit Jahren immer wieder aufkeimt, war die Strafe eines Radfahrers durch ein Forstaufsichtsorgan und Securities in der Nähe von Leoben. Der Radfahrer erhielt eine Unterlassungsaufforderung samt Androhung einer Klage und eine Geldstrafe in der Höhe von 360 Euro. Die Befürworter der Freigabe, unter anderem die Radlobby, die Bergsport-Community „upmove“ und Vereine wie die Naturfreunde und der Alpenverein, fordern nun erneut eine Freigabe von Forststrecken für Fahrradfahrer, denn bisher sind Forstwege in Österreich nur Fußgängern zugänglich.

Was spricht für eine Freigabe von Forststraßen?

Das österreichische Gesetz stammt aus dem Jahr 1975 und stammt somit aus einer Zeit, als Fahrradfahren noch nicht allzu verbreitet war und kaum Beachtung in der Gesetzgebung fand. Mittlerweile ist die Fahrrad-Community weltweit enorm gewachsen und auch für den Tourismus interessant, da Fahrradfahrer ein zahlungskräftiges Publikum sind. In der Schweiz und Deutschland beispielsweise ist das Recht auf Erholung in einem Forstgebiet nicht Wanderern vorbehalten, sondern auch Mountainbikern dürfen den Wald befahren – und das Nebeneinander auf den Forststraßen funktioniert ohne gröbere Probleme. Dazu kommt, dass bereits jetzt viele Radfahrer auf Forststraßen in Österreich unterwegs sind, ohne überhaupt zu wissen, dass dies illegal ist und hohe Strafen nach sich ziehen kann. Immer wieder wird auf Besitzstörung geklagt, wobei es um einen Streitwert von bis zu 15.000 Euro geht.

© Shutterstock

Was spricht gegen eine Freigabe von Forststraßen?

Durch eine generelle Freigabe könnten sich Grundbesitzer übergangen fühlen, wodurch mehr Konflikte befürchtet werden. Grundbesitzer fürchten einen Eingriff in ihr Eigentum, das gleichzeitig auch Arbeitsplatz ist. Außerdem befürchten Förster, dass das Wild im Wald durch Radfahrer verängstigt werden könnte. Auch was die Haftpflichtversicherung betrifft wird in Österreich eine „Klagsflut“ von Radfahrern, die auf Forstwegen einen Unfall haben, befürchtet. Eine Möglichkeit wäre jedoch, dass jeder Waldbenutzer selbst haftet.

Was ist eure Meinung?

Das Gesetz, das in Österreich das Fahrradfahren im Wald bisher illegal macht, könnte mit einem Zusatz versehen werden, womit es modernisiert wird und der Realität entspricht, die 40 Jahre nach dem ursprünglichen Entwurf herrscht. Was ist eure Meinung zu dem Thema? Ist ein Verbot für Radfahrer berechtigt? Welche Erfahrungen habt ihr auf Forststraßen in Österreich, Deutschland und der Schweiz gemacht? Teilt sie uns in den Kommentaren hier oder auf unserer Facebook-Seite mit!

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Leicht, schnell und retro: das perfekte Hipster-Bike

Leicht, schnell und retro: das perfekte Hipster-Bike

Rund um das Fahrrad gibt es vor allem in größeren Städten einen wahren Hype. Coole Werkstätten und hippe Fahrrad-Shops sprießen in den Bobo-Bezirken geradezu aus der Erde. Mitverantwortlich dafür sind die vielen jungen (oder jung gebliebenen) Radfahrer, die beim Kauf eines Fahrrads vor allem auf eines achten: die Coolness.

Das Fahrrad als Lifestyle-Objekt

Ein perfektes Hipster-Rad muss zugleich sportlich und praktisch sein. Wer etwas auf sich hält und in den hippen Bezirken beim Vorbeifahren an den vielen schicken Cafés im Retro-Stil einen guten Eindruck machen will, der fährt ein Fixie. Das Ein-Gang-Rad ist eines der wichtigsten Accessoires eines jeden Hipsters. Früher noch underground, ist das Fixie mittlerweile längst im Mainstream angekommen.

© Shutterstock

Der Kult um das Fixie

Das Fixie zeichnet sich vor allem durch seine Einfachheit aus. Das Rad hat nur einen einzigen Gang, ein schlichtes, cleanes Design und wirkt wahrscheinlich gerade deshalb auf Hipster so anziehend: sie wirken wie aus einer anderen Zeit und bestechen durch ihre Schlichtheit. Zwei Dinge also, die auf einen Hipster eine magische Anziehung ausüben. Aber nicht nur das Design ist überzeugend, auch das Fahrgefühl ist einmalig: durch den fehlenden Freilauf bewegt sich das Rad nur durch die Bewegung der Beine – man ist also zu 100 % selbst für die Geschwindigkeit verantwortlich und steuert sie über die Kraft der Beine. Durch das Fahrradfahren in seiner ursprünglichsten Form kommt der Fahrer in einen echten Flow – wohl einer der Gründe, warum Fixies mittlerweile so beliebt sind. Man muss sich keine Gedanken über die Gangschaltung machen und besinnt sich auf das Wesentliche. Auch bei Fahrradboten sind Fixies beliebt, denn sie eignen sich bestens für das Fahren in der Stadt. Wichtig ist jedoch, dass das Rad über Bremsen verfügt – bei einem „echten“ Fixie gibt es jedoch keine. Für den Gebrauch im Straßenverkehr befindet sich der Hipster daher in einem Dilemma: entweder die Sicherheit durch Bremsen erhöhen und dafür die Authentizität senken oder ein 100 % echtes Hipster-Fixie besitzen, das dafür zur Gefahr wird, sobald einem als Fahrradfahrer ein Auto den Vorrang nimmt und man schnell bremsen muss.

Durch seinen Purismus ist das Fixie ausgesprochen wartungsarm, was sicher ebenfalls zu seiner Beliebtheit beiträgt. Auch wenn das Fixie nicht mehr ein reines Hipster-Bike ist, ist es dennoch DAS Fahrrad für Hipster schlechthin – ob mit oder ohne Bremse.

© Shutterstock

Ein Hang zum Minimalismus

Grundsätzlich lässt sich fast jedes Fahrrad – außer etwa ein Mountainbike, das viel zu schwer und massiv für ein Hipster-Rad ist, das hauptsächlich in Städten gefahren wird – zu einem echten Hipster-Bike umgestalten. Ein Hauptkriterium ist das leichte Gewicht des Fahrrads. Schließlich soll es leicht zu transportieren sein und nicht viel Platz in der Wohnung einnehmen. Immerhin ist ein (Hipster-) Fahrrad ein liebgewonnener Gegenstand, den man immer um sich haben möchte und der daher auch einen eigenen Platz in der Wohnung hat. Der Trend geht zu einem minimalistischen Fahrrad mit einem schmalen Lenker und einem schlanken Rahmen. Wichtig ist außerdem, dass das Rad im Retro-Look daherkommt. Um Diebstählen vorzubeugen sollte es nicht allzu wertvoll aussehen, ein schlichtes Design haben, einzigartig sein und – sehr wichtig – nicht als Hipster-Bike bezeichnet werden. Denn für einen Hipster ist vor allem eins wichtig: sich nie selbst als einen solchen zu bezeichnen.

Worauf legt ihr Wert?

Was sind eurer Meinung nach die wichtigen Merkmale eines Hipster-Bikes? Und was ist euch persönlich wichtig bei der Ausstattung und Optik eines Fahrrads? Teilt es uns in einem Kommentar hier oder auf unserer Facebook-Seite mit!

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Helmpflicht – ja oder nein? 5 Mythen zum Thema Sicherheit am Fahrrad

Helmpflicht – ja oder nein? 5 Mythen zum Thema Sicherheit am Fahrrad

Kaum ein Thema polarisiert so sehr wie der Fahrradhelm. Trägt man selbst Helm, sollte er sogar für alle Pflicht sein? In den meisten Ländern ist es eine persönliche Entscheidung. Wie man auch selbst dazu steht, die Frage nach dem Helm sorgt für hitzige Diskussionen. Was nützt der Helm im Ernstfall wirklich? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Bikemap hat genauer hingesehen und die wichtigsten Punkte für euch zusammengetragen.

1) Ja zum Helm, nein zur Helmpflicht

Wie kann man so einen Standpunkt vertreten? Man kann, denn Fakt ist: Helmpflicht hält Menschen vom Radfahren ab. In Städten, wo es illegal ist, ohne Helm Fahrrad zu fahren, haben öffentliche Leihrad-Systeme kaum eine Chance, sich zu etablieren. Denn diese leben von spontanen Kurzstrecken, und wer hat im Alltag schon immer einen Helm dabei?

Verzichten Menschen wegen der Helmpflicht gar ganz aufs Fahrradfahren, so hat das statistisch negative Folgen für die Gesundheit. Es mag zwar weniger schwere Kopfverletzungen bei Unfällen geben, dafür aber deutlich mehr Herz- und Kreislauferkrankungen bei denjenigen, die aufgrund der Helmpflicht weniger oder gar nicht mehr aufs Rad steigen.

 

2) Radfahrer leben gefährlich

Statistisch gesehen leben Fußgänger gefährlicher als Radfahrer und kommen öfter durch schwere Unfälle im Straßenverkehr zu Schaden. Dennoch: während eine Helmpflicht beim Gang über den Zebrastreifen absurd ist, gilt Radfahren ohne Kopfschutz in der Empfindung vieler als fahrlässig. Auch wenn Helme ein relativ neues Phänomen sind.

 

© Borisovstudio / Shutterstock.com

3) Der Helm schützt vor schweren Verletzungen

Wie wirkungsvoll der Helm im Falle eines Unfalls ist, kommt auf die Art des Sturzes an. Selbst ein Helm schützt längst nicht vor jeder Art der Kopfverletzung. Es gibt sogar Studien, die belegen, dass Helme gehäuft zu Verletzungen der Halswirbel und des Rückens führen. Die wenigsten Radfahrer tragen Wirbelsäulenschutz, obwohl man sich auch am Rücken schwer verletzen kann. Und stößt man mit einem rechtsabbiegenden Schwerfahrzeug zusammen (eine häufige Todesursache von Radfahrern in Städten), hilft auch der beste Helm nicht weiter. Zweifelsohne ist es ein schwieriges Thema, inwiefern ein Helm wirklich Leben rettet.

 

4) Helme machen die Frisur kaputt

Und überhaupt sind sie hässlich, unbequem und im Sommer schwitzt man darunter. Gottseidank ist das nicht immer der Fall – viele Hersteller haben bereits stylische und wohlgeformte Helme im Angebot. Interessant in diesem Zusammenhang: die Folgen der Wahrnehmung von Helmen. Studien haben ergeben, dass Radfahrer ohne Helm von den übrigen Verkehrsteilnehmern für verletzlicher gehalten werden als jene mit Helmen, und das hat beispielsweise zur Folge, dass Autos ihnen auf der Straße beim Überholen unterbewusst mehr Sicherheitssabstand geben als Radfahrern, die Helm tragen. Bleibt zu überlegen, ob sich dieses Sicherheitsgefühl auch auf den Radfahrer überträgt. Fahren Helmträger riskanter, weil sie sich unverletzbarer fühlen? Ist es im Straßenverkehr etwa gefährlicher, Helm zu tragen?

 

© TORWAISTUDIO / Shutterstock.com

5) Helme als Zeichen für positive Radkultur

Wo mehr Helme, da mehr Sicherheit? Das Gegenteil ist der Fall. In den Niederlanden, Dänemark und anderen für ihre Radkultur bekannten Ländern trägt kaum einer Helm. Radfahren wird dort nicht als gefährlich empfunden, weil die Infrastruktur optimal auf das Fortbewegungsmittel Nummer 1 ausgerichtet ist. Auf den Punkt gebracht: je besser die Radinfrastruktur, desto sicherer fühlen sich die Menschen und betrachten es auch nicht für notwendig, Helme zu tragen. Fahrradhelme sind also eine Begleiterscheinung verbesserungswürdiger Fahrradinfrastruktur.

Helm zu tragen – oder auch nicht – ist eine persönliche Entscheidung. Die Meinungen könnten nicht stärker auseinander gehen. Wie seht ihr das so?

Teilt es uns in den Kommentaren mit!

Titelbild: © Zoran Orcik / Shutterstock.com

 

Ist das noch ein Fahrrad oder schon ein E-Bike? Pedelec, Lastenrad & Co stellen sich vor

Ist das noch ein Fahrrad oder schon ein E-Bike? Pedelec, Lastenrad & Co stellen sich vor

Fahrrad ist gleich Fahrrad? Das ist schon längst nicht mehr der Fall. Ganz nach Wunsch des Fahrers kann es praktisches Transportmittel, Sportgerät, Lifestyle-Objekt und sogar Statussymbol sein. Darüber hinaus gibt es viele neue Trends, gerade im Wachstumsmarkt E-Bike. Zeit, dass wir uns mal genauer ansehen, was es bedeutet, mit Lastenrad und Elektroantrieb unterwegs zu sein!

 

Die Evolution des E-Bikes

Die Zeiten, als E-Bikes noch als Option für unsportliche Menschen belächelt wurde, sind vorbei. Im Gegenteil, der Markt hat vom Mountainbike mit Antriebshilfe bis zum Komfort-Lastenrad für den Alltag einiges zu bieten. Unter den Kunden findet sich sowohl der Radkurier, der jeden Tag 100 km kreuz und quer durch die Stadt zurücklegt, als auch die Radurlauberin, die den geplanten Abschnitt vom Donauradweg auch noch bei Gegenwind gemütlich fahren möchte.

 

Früher half man sich noch mit Alurahmen und 21 Gängen, heute greift man wie selbstverständlich zum Elektroantrieb. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen auch Alltagsstrecken mit dem Rad zurücklegen. Radfahren boomt – als umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Auto ist diese Entwicklung im Nahverkehr sehr zu begrüßen.

 

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Treten oder nicht treten, das ist hier die Frage. © Shutterstock / moreimages

Was genau versteht man unter einem E-Bike?

Ein E-Bike ist ein Fahrrad, das elektrisch angetrieben werden kann. Es hat zwar Pedale, diese müssen aber nicht in Bewegung sein um den Elektro-Antrieb auszulösen.

Im Gegensatz dazu steht das Pedelec, Kurzform von „pedal electric cycle“, das den Tritt nur unterstützt und auf bis zu 25km/h beschleunigt. Für Schnellere gibt es auch das S-Pedelec, bei welchem der Elektroantrieb ebenfalls mit dem Pedaltritt verbunden ist und auf maximal 45 km/h begrenzt ist.

Die meisten Leute meinen, wenn sie von E-Bike sprechen, eigentlich das Pedelec. In der Umgangssprache hat sich nämlich für alle drei Varianten das Wort E-Bike als Überbegriff eingebürgert.

 

Lust, deine nächste Radreise zu planen? Die Bikemap Specials liefern dafür ganz viel Inspiration.

 

Darf ein E-Bike auf den Radweg?

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Tritt man selbst in die Pedale (Pedelec) oder beschleunigt der Antrieb bei dem E-Bike auf etwa 25 km/h, gelten die gleichen Regeln wie bei einem herkömmlichen Fahrrad.

Erreicht das reine E-Bike oder das S-Pedelec allerdings Geschwindigkeiten über 45 km/h, gilt es nicht mehr als Leichtkraftrad, ist versicherungs-, kennzeichen- und fahrerlaubnispflichtig und gehört auf die Straße.

 

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Wer weniger schwitzen möchte, steigt um aufs E-Bike © Shutterstock / moreimages

Was ist ein Lastenrad?

Sie tragen lustige Namen wie Babboe, Bakfiets und Bullitt und in ihren Ladekisten alles von kleinen Kindern bis hin zu sperrigen Möbelstücken: Lastenräder erleben gerade in staugeplagten Städten ein ungeahntes Comeback. Auf kurzen Strecken ist man mit dem Rad meist schneller unterwegs und an Parkplätzen mangelt es auch selten. Familienausflüge, Großeinkäufe, sogar Umzüge sind so ohne Auto möglich. Das Cargo Bike, wie es auch gennant wird, hält in seiner Zweirad- und Dreiradvariante einiges aus und ist dabei so wendig wie ein Mountainbike. Lastenrad-Kuriere nehmen Aufträge für Schwertransporte um die 100 kg an! Kein Wunder, dass auch hier der Trend zum Elektroantrieb fleißig genutzt wird.

 

Darf ein Lastenrad auf den Radweg?

Unter 80cm breite Lastenräder dürfen, aber müssen nicht auf dem Radweg fahren. Sind sie allerdings über 80 cm breit, dürfen sie den Radweg nicht benützen und gehören auf die Straße. Grundsätzlich gilt: mitdenken! Die Breite der Ladung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, sperrige Gegenstände können auf schmalen Radwegen eine Gefahr für andere darstellen. Wir empfehlen, die Route im Vorfeld sorgfältig zu planen.

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© Shutterstock / Michael Kraus

Welches Fahrrad passt zu mir?

Die Vielfalt auf dem Fahrradmarkt ist größer als je zuvor. Daher sollte man sich vor der Anschaffung eines neuen Rads genau überlegen, welche Funktion es im Alltag einnehmen soll – und dabei die eigene Fitness nicht außer Acht lassen. Wird es hauptsächlich für den Wochenendausflug oder den täglichen Weg zur Arbeit genützt? Soll es ein Sportgerät sein oder ein Transportmittel, um den Einkauf zu erledigen oder die Kinder abzuholen? Hat man dabei flaches oder hügeliges Terrain zu bewältigen? Was muss das Rad können und was darf es kosten?

Auf den ersten Blick mag das Angebot überwältigend erscheinen, doch mit etwas Einsatz findet jede/r RadfahrerIn genau das Fahrrad, das zu seinem/ihren Leben passt!

Dein Fahrrad ist noch im Winterschlaf? In diesen 6 einfachen Schritten bekommst du es frühlingsfit!

800.000 User können nicht irren.

Titelbild: © Shutterstock / Aryut Tantisoontornchai

Mach dein Rad frühlingsfit! Wir zeigen, wie’s geht

Mach dein Rad frühlingsfit! Wir zeigen, wie’s geht

Egal ob du durch den Winter gefahren bist (Hut ab!) oder samt Rad gerade erst aus dem Winterschlaf erwachst, zu Beginn der Saison steht erst mal ein Rundum-Check fürs Fahrrad an. Das jährliche Service im Radshop deines Vertrauens ist ein Pflichttermin, allerdings kann man einiges mit ein paar einfachen Handgriffen selbst überprüfen. Unsere Anleitung hilft dir dabei, damit du so bald wie möglich mit all deinen geplanten Routen loslegen kannst. Und schon kann der Frühling kommen!


Schritt 1: Frühjahrsputz

Ein gut erhaltenes Fahrrad ist ein glückliches und funktionstüchtiges Fahrrad! So glänzt es nicht nur bei der Ausfahrt, sondern auch bei der Performance. Saubere Komponenten greifen besser ineinander und nützen langsamer ab: das spart Ärger und Kosten. Etwas Seifenwasser, ein paar alte Lappen und eine Zahnbürste reichen zur Reinigung aus. Ein Frühjahrsputz hilft übrigens auch bei der Motivation, denn ein Fahrrad, das aussieht wie neu, will ausgefahren werden!

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© Vasilev Evgenii / Shutterstock.com

Schritt 2: Reifencheck


Reifen aufpumpen bis zum empfohlenen Reifendruck (laut Aufschrift). Fahrtauglich und sicher sind die Räder, wenn sie sich frei und gerade drehen, ohne zu eiern. Bei fehlenden Speichen oder sichtbaren Abnutzungs- oder sonstigen Schäden am Reifen sollte das betroffene Rad ersetzt werden. Im Zweifelsfall in der Werkstatt beraten lassen.

 

Schritt 3: Bremsen prüfen

Im Ruhezustand sollten die Bremsen nicht an den Rädern schleifen und bei Aktivierung möglichst gleichmäßig auf der Felge aufliegen. Sind die Bremsbeläge abgenutzt, ist es Zeit sie zu ersetzen. Lassen sich die Bremshebel zu leicht bis an die Lenkstange drücken und schnellen beim loslassen nicht mit viel Schwung zurück, solltest du die Bremskabel anziehen lassen.

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© Oleksiy Rezin / Shutterstock.com

Schritt 4: Gänge testen

Fahrrad auf den Kopf stellen oder Hinterrad anheben, um die Gangschaltung manuell durchzutesten. Kettenblätter und hintere Zahnradkassette auf Abnutzung und Schäden überprüfen. Denn nur eine leichtgängige Schaltung und Kette wandelt die Kraft deiner Tritte optimal in Geschwindigkeit um.

 

Schritt 5: Kette ölen

Ist deine Kette locker oder rostig, gehört sie fachmännisch ersetzt. Eine abgenützte Kette beeinträchtigt das Fahrgefühl; außerdem tust du deinen Kettenblättern damit nichts Gutes. Bei Schmutz und Quietschen hingegen kannst du einfach mit einem feuchten Lappen zur Tat schreiten. Zum Schluss die Kette gut einölen und schon hast du das nagelneue Fahrgefühl wieder! 

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© wk1003mike / Shutterstock.com

All das gemacht? Wunderbar!

Nun fehlt nur noch der letzte und vielleicht auch wichtigste Schritt….

Schritt 6: Keine Ausreden mehr 😉

Verbanne sie ein für allemal, indem du deinen Weg in die Arbeit mit dem Auto, Bus oder Zug gegen eine gesündere und auch vergnüglichere Radfahrt eintauschst. Nimm dir bereits an einem Wochenende Zeit, deine neue Route kennenzulernen, bevor du es in der Hauptverkehrszeit versuchst. Steck dir realistische Ziele und melde dich für ein Rad-Event in deiner Umgebung an (so habe ich’s gemacht). Plane dein Training optimal mit Bikemap Premium, finde Gleichgesinnte, und fahrt zusammen aus. Denn gemeinsam erreicht man Trainingsziele am leichtesten!

 

Jetzt kann’s losgehen! Du bist bereit für deine nächste Ausfahrt.

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Title image: DisobeyArt / Shutterstock.com